food­sharing Dresden

30.09.2022

Lebensmittel bekommen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an gerettete Lebens­mittel zu kommen. Aus recht­lichen Gründen dürfen wir Lebens­mittel, die wir von kooperierenden Unter­nehmen erhalten, im Normal­fall nicht direkt irgendwo anbieten, sondern sie nur an bestimmte Einrichtungen oder im privaten Umfeld weiter­geben – und natür­lich nur gegen­leistungs­frei.

Es gibt aber eine ganze Reihe von Möglich­keiten, über­schüssige Lebens­mittel (bspw. zu viel gekaufte, von einer Feier übrig­ge­bliebene oder welche mit nahendem oder auch über­schrittenem MHD) von Privat­personen zu erhalten, zum Beispiel:

Food­sharing sieht sich in erster Linie als Umwelt­initiative. Wenn wir irgendwie beides schaffen, umso besser, Haupt­zweck von food­sharing ist aller­dings nicht, Menschen sys­tematisch mit Lebens­mitteln zu versorgen, sondern die Lebens­mittel­verschwendung als solche zu reduzieren.

Im Zuge dessen haben wir bewusst keine Bedürftig­keits­präferenz, aus zwei Gründen: Zum einen wollen wir uns nicht anmaßen, anhand irgendwelcher Kriterien zu beur­teilen, ob jemand „bedürftig“ ist oder nicht, zum anderen geht es uns ja in erster Linie darum, dass die Lebens­mittel, sofern sie noch genieß­bar sind, noch gegessen werden und nicht weg­ge­worfen werden müssen. Hier spielt dann z. T. insbesondere auch Zeit eine Rolle und daher sind wir froh, wenn sich zeitnah Abnehmende finden.

Es wäre aus Umwelt­sicht wenig sinn­voll, wenn wir gerettete Lebens­mittel lediglich an Bedürftige abgeben würden, alle anderen abweisen und dann womöglich die Hälfte der Lebens­mittel weg­werfen müssten, weil sie nicht abgeholt wird. Deshalb machen wir an der Stelle keinen Unterschied. Unser Ziel ist, dass es noch gegessen wird, solange es gut ist – ganz egal von wem.

Umgekehrt haben wir im Gegensatz bspw. zu den Tafeln gar nicht die logistischen Möglich­keiten, alle in welcher Form auch immer bedürf­tigen Menschen kontinuier­lich mit den jeweils benötigten Lebens­mitteln zu versorgen. Wir wissen nicht, was kommt. Wir kümmern uns um die Reste, die sonst niemand will. Die Mengen schwanken zum Teil stark und unser Ziel sehen wir vor allem auch dann erreicht, wenn besten­falls gar nichts übrig bleibt.

Wenn Sie also nach den gängigen Maßstäben be­dürftig sind und kein Geld für Lebens­mittel haben, wenden Sie sich am besten an die Stadt Dres­den, an die Tafel, die Treberhilfe, die Bahnhofs­mission, Suppen­küchen oder ähnliche Ein­richtungen, die in solchen Fällen im Allge­meinen schnell und unbüro­kratisch Hilfe leisten. Wenn Sie sich für Klima- und Umweltschutz einsetzen wollen, sind Sie dagegen mitunter bei uns an der richtigen Stelle.